Tag: wg
MitbewohnerinnenSuchGuteNachtGeschichte
von Jan am Sep.01, 2010, Kategorie Allgemein, LINDWURM40
Wir sind wieder auf der Suche …
Es war einmal am schönen Goetheplatz, nahe bei der Isar, eine WG, die ist lustig, studiert und arbeitet und hat sich ganz besonders lieb.
Da ist die nordische Julia (24), die Medizin studiert und unsere Plattenteller andreht. Und der verschlafene Jan (25), der Grafikdesigner ist und gerne mal in der Küche eine Zigarette raucht. Und der fröhliche Gideon (32,) der Werbefilmer ist und immer feiern will. Und die sonnige Shanti (25).
Zusammen wohnen sie in einem großen Altbau-Haus in dem noch viele andere junge WGs wohnen. Im Sommer, sitzen alle im großen Innenhof-Garten und Grillen. Im Winter, kochen sie viel und trinken zusammen in der Küche. Da gibt es Wein und Bier und Gin Tonic und Cuba Libre und Wodka und Wasser und noch viel mehr.
Ja, die feiern schon gern die Lindwurmhausner. Danach müssen sie immer zusammen aufräumen, denn die Julia hat einen strengen Putzplan. Da brummelt der dünne Jan manchmal und seufzt -aber hilft ja nix, denn wer nicht putzt muss ne Kiste Wein kaufen.
So könnten die Lindwurmhausner Tag ein Tag aus leben, wenn da nicht der böse N.C. wäre. Der kommt nämlich und nimmt -schwups- die Shanti mit.
Und wer wohnt jetzt in dem 17,5 qm großen Zimmer mit der schönen, hohen Decke und Fischgrätenparkett? fragt die Julia. Und wer zahlt jetzt die 415€ dafür? fragt der Jan. Und wer trinkt jetzt mit mir? fragt der Gideon.
Dabei gibts doch so viel für die Miete: eine Wasch- und Spülmaschine und eine DSL Flat, die U-Bahn ist um die Ecke, Onkel ALDI oder Tante REWE wohnen nebenan und wer sich traut kann sogar im dunklen Keller was abstellen.
Da findet sich doch bestimmt jemand, sagen sich die drei Lindwurmhausner…
Wenn Dir also jemand einfällt, der gut zu den Lindwurmhausnern passt, dann schreib Ihnen doch eine Email – sie freuen sich sehr! – und erzähl viel von Dir – bloß keine Märchen
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Freak Show, zweiter Tag
von Jan am Nov.04, 2009, Kategorie LINDWURM40

Bis jetzt war die Mitbewohnersuche recht erfolgreich. Was man halt, wenn man einige ausschließt, und sich bei anderen denken kann, dass sie sehr gut reinpassen würden, erfolgreich nennen kann. Heute gehts in die zweite Runde. Es sind nur noch 6 Bier da, dabei hab ich höchstmeinerselbst gestern den ganzen Kasten (!) vom Rewe (!!) bis zu uns hoch (!!!) in den dritten Stock (!!!!) getragen. Ohne Fahrstuhl (!!!!!!111elf).
Mal sehen heute kommen noch mal fünf, und wenn die ähnlich nett sind wie die gesammelte Mannschaft gestern, dann ist das Zimmer bald vergeben.
Auswahlverfahren
von Jan am Nov.02, 2009, Kategorie LINDWURM40

Einige Unklarheiten gibts ja immer, bezüglich anstehender Mitbewohnerauswahlverfahren. Deshalb wird das hier nochmal ein für allemal geklärt.
Wenn wir potenzielle Mitbewohner zum Vorbeikommen und Kennenlernen einladen, dann aufgrund der Mail, die wir bekommen. Ist klar, oder? Also mehr als zwei Zeilen sollten schon drinstehen, und die sollten möglichst nett/aussagekräftig/kreativ oder sonstwas sein. Es bringt nichts, wenn ihr in zwei Sätzen erklärt, dass ihr ein Zimmer sucht. Das haben wir nämlich schon geahnt, und allen anderen gehts genauso. Kleiner Tipp: Überrascht uns. Wenn euch selbst nichts einfällt, bittet eine Freundin oder einen Kumpel, was über euch zu schreiben.
Dann gehts weiter. Ihr bekommt also eine Mail von uns, in der wir Euch bitten, zu einem bestimmten Zeitpunkt bei uns aufzuschlagen. Glückwunsch, die erste Hürde ist geschafft. Und die Hürde war für Euch fast am schwersten, denn Mails lassen sich einfacher und mit fieseren Kommentaren aussortieren als anwesende Personen. Doch auch in dieser Phase gibt es einiges zu beachten. Wenn ihr total im WG-Such-Stress seid, können wir das prinzipiell nachvollziehen, immerhin haben wir das alle schon einmal durchgemacht. Manchmal lässt sich kein gemeinsamer Termin finden. Das ist dann schade, aber nicht zu ändern. Wie auch immer. Ihr werdet eingeladen, und habt/nehmt euch natürlich Zeit, und kommt vorbei. Das ist gar nicht so schwierig, denn meist sehen die Einladungen ungefähr so aus: “Komm einfach Mittwoch zwischen 19:30 und 21:00 Uhr vorbei”. Gar nicht so stressig, oder? Sollte jeder hinbekommen. Dann gehts folgendermaßen weiter:
Ich persönlich stelle mich an die Tür. Dort gibt es dann eine kurze Gesichtskontrolle, und ich durchsuche eure Taschen nach Keksen und Schokolade. Was ich finde wird konfisziert, und durch Fachpersonal (mich) vernichtet. Nur um eventuelle Bestechungsmaßnahmen schon vorher zu vereiteln. Versteht sich ja von selbst. Wir wollen einen fairen Wettkampf. Womit wir auch beim nächsten Punkt wären. Wir sitzen also nach einem kurzen WG-Rundgang gemütlich in der Küche, und aufgrund der Einladungsstruktur kann es vorkommen (und ist sogar von uns so gewünscht), dass mehrere Bewerber gleichzeitig anwesend sind. Das ist nicht blöd, oder gar fies, das ist so gewollt. Wir wollen ja wissen, wie man so zusammenpasst. Nicht, wie gut jemand erzählen kann, dass er ach so sozialkompatibel ist. In dem Fall entstehen gleich mehrere KO-Kriterien.
- Wer nur dasitzt und nichts sagt ist raus.
- Wer nicht mal die Jacke auszieht, und ungemütlich rumhampelt ist raus.
- Wer die Krallen ausfährt, und nicht sozialverträglich mit allen Anwesenden (v.A. mit der Konkurrenz; Wir sind hier nicht bei Germany’s Next Topmodel) umgeht, ist raus.
- Wer einen Kaffee trinkt und nicht artig Füße küsst, ist raus.
Und weil wir nicht so negativ sein wollen (schließlich heißt es ‘Mitbewohnersuche’ und nicht ‘Nichtmitbewohnerrausschmiß’), hier eine Positivliste:
- Wer kommunikativ ist, und sich nicht anbiedert, ist nah dran,
- Wer beim Gehen seine Tasse in die Spüle stellt, ist näher dran (Bei Vivi hats funktioniert),
- Wer mir ein Steak brät, ist quasi schon eingezogen,
- Wer einfach nur ganz normal ist, und am nettesten rüberkommt, der zieht tatsächlich ein.
Und das ist quasi der Kern der Sache: Ihr könnt tatsächlich den Ausgang der Geschichte kaum beeinflussen. Seid normal, und die Sache läuft. Sympathie kann man nicht lernen. Aber Schokolade … lassen wir das. Jedenfalls entscheiden wir hinterher einfach aus dem Bauch raus. Spaßbremsen und Langweiler fliegen raus, Leute, mit denen wir einen netten Plausch hatten sind eindeutig im Vorteil.
Ausmisten
von Jan am Okt.27, 2009, Kategorie Netz, Style

“Schöner wohnen” auf twitter. Tolle Tipps, wie man sich von überflüssigem Plunder befreit. Einfach weg mit dem Zeug. Mach dich frei von Dingen, die dich belasten. Die Frage ist nicht, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. Die Frage ist: “Wieso ist das Glas doppelt so groß, wie es sein müsste?” Einfach weg damit. Aus den Augen, aus dem Sinn. Und wenn sie sich die Fingerknöchel an deinem Fenster wundgeklopft hat, kannst du immer noch die Bullen rufen. Genieß das dumpfe Pochen. Ja, auch das in deinem Schädel, wenn du die an eine Kreissäge der Vorkriegszeit erinnernden Schreie mit Gin Tonic betäubst. Schick deinen Nachbarn zum Einkaufen und leg den Hörer neben die Gabel. Besuch kommt durch die Bauschuttröhre. Für den Rückweg einfach etwas Gleitgel großzügig auf Hacken und Schulterblätter verteilen. Auch der Postbote wird den Spaß seines Lebens haben, wenn er morgens über deine schlafende Ex stolpert. Wir sehen uns dann nach der nächsten Abfuhr. Also, Müll- jetzt.
Neuzugang, Frauenzimmer
von Jan am Okt.26, 2009, Kategorie LINDWURM40

Am Wochenende war Fleischbeschau in der 40ger. Stefan ist unterwegs, und werkelt an seiner Diplomarbeit. Währenddessen zieht Vivi bei uns ein. Herzlich willkommen in der Zentrale.
Kleines Anekdötchen am Rande (Sorry, Stefan, den kann ich mir nicht verkneifen): Interessenz marschiert ins Zimmer, schaut fragend wie ein U-Boot und sagt:
Ist das ein Jungs-Zimmer? Sieht gar nicht danach aus …
Lag wohl am Zuhälter-Kimono über dem Padawan Raumteiler …
WG Party auf 2 Floors auf der Isla de Muertes
von Stefan am Jun.27, 2009, Kategorie Party

Vorab Info.
Bald werden der King of Rock (Elvis) und der King of Pop (Michi) eine zünftige WG Party auf zwei Floors schmeißen. (weiterlesen …)
Fisch auf dem Flur
von Jan am Apr.29, 2009, Kategorie LINDWURM40
![Foto: Mike Johnston [cc] via flickr Fisch](http://lindwurm40.net/wp-content/uploads/2009/04/fisch.jpg)
Und schon wieder so einer. Röchelnd rolle ich mich seitwärts aus dem Bett von der Matratze. Auf die Uhr sehe ich nicht. Es kann gar nicht viel später als 4 Uhr Nachts sein. Aus der Küche dringt leises Klimpern in mein Zimmer, der Geruch von Kaffee steigt mir ins Auge und lässt mich fast weinen vor Rührung. Ich brauche gefühlte zwanzig Minuten, um mich einigermaßen aufzurichten. So aufrecht gehend schlurft es sich halt gleich viel besser. Ich schlurfe also auf den Flur. Sofort steigt mir ein beißender Geruch in die Nase. Irgendwie fischig-urinig, mit leichter Note von Crème de la Möff. “Hi Mädels” denke ich mir, verwerfe den Geistesblitz aber sofort, um nicht mit Julia anzuecken. Die sitzt nämlich schon in der Küche und schnabuliert.
“Es riecht wieder nach Fisch”, sage ich und meine den Gestank im Flur, der unregelmäßig immer mal wieder auftritt, und sich an nichts festmachen ließe, was in unserer WG passiert. “Ich hab gestern Thunfisch gegessen”, sagt Julia und schlürft weiter Kaffee. “Nein, ich meine auf dem Flur. Duschen die Mädels von oben drüber gerade?”. Ein böser Blick in meine Richtung, ein mitleidiges Lächeln. “Tut mir leid”, denke ich, und “schau mal auf die Uhr. Was erwartest du?”. Morgen probier ichs mal mit Pantomimik. Kann ja nicht so schwer sein, der Welt was von seiner eigentlich guten Laune abzugeben morgens. Leider sieht das mein Hirn anders.
Menschliche Abgründe
von Jan am Mrz.26, 2009, Kategorie LINDWURM40
Also dass wir alle nicht so ganz schick in der Birne sind wusste ich. Was sich jedoch von Zeit zu Zeit auftut, sind menschliche Abgründe, über jede Vernunft und den guten Geschmack erhaben. InnerWGlicher Skypechat von einem Zimmer zum nächsten. Kranke Scheiße. Also sowohl als auch.

Die lieben Nachbarn
von Jan am Mrz.24, 2009, Kategorie LINDWURM40, Party

Also manchmal gibt es so Begegnungen der etwas anderen Art, die einen an der eigentlich erwiesenen Schlechtheit der Menschheit zweifeln lassen. So geschehen am Freitag. unsereiner war mal wieder damit beschäftigt, Stefans schwäbische Käsespätzle zu vertilgen. Nach einigen unserer WG-Signature-Cocktails kamen wir dann auf die glorreiche Idee, Guitar Hero zu spielen.
Damit also nicht nur der visuelle ein Hochgenuss sei, flanschte ich kurzerhand die Konsole an den PC, damit die sonoren Hochgenüsse über die 5.1-Anlage dudelten. Nach etwa einer Stunde hochkonzentrierten Spiels kam dann auch prompt eine Nachbarin (von unten drunter) vorbei. Recht nett war sie, aber dringend schlafen müsse sie auch. Also haben wir als gute Nachbarn den Maschendrahtzaun wieder eingerollt und den Gig abgeblasen. That’s Rock ‘n’Roll. Fuck the Crowd. Oder so.
Worum es jetzt eigentlich ging: Als wir am Sonntag völlig zerstört aus Österreich wiederkamen, hat sie uns echt was vor die Tür gelegt. Eine Serviette, gefüllt mit 5 Schokobonbons und einem Zettel. Auf dem stand was von Danke und war nicht so gemeint und so.
Kommen wir also zum folgenden Schluss:
- Also prinzipiell versteht es sich schon von selbst, dass man leise ist, wenn sich jemand gestört fühlt
- Eigentlich muss man sich dafür nicht entschuldigen
- Ist das ein ziemlich sicherer Weg, zum nächsten Umtrunk eingeladen zu werden.
Hoffen wir also, dass das nicht alle Bewohner dieses Hauses so machen. So groß ist die Küche nicht.
Waschmittelzehnkampf
von Jan am Mrz.19, 2009, Kategorie Putzdienst

Aus gegebenem Anlass weise ich darauf hin, bitte kein Waschmittel mehr auf der sich oben am Gerät befindlichen Ablagefläche der Waschmaschine abzustellen.
Bei unserer Waschmaschine handelt es sich um ein Präzisionsinstrument aus der Klasse der Schmutzdesintegrierer. Beim Arbeitsgang mit gefüllter Trommel entstehen Unwuchten, die bei hoher Drehzahl zu einer nicht unerheblichen Vibration und Nomadismus im Anfangsstadium führen. Aus diesem Grund ist jetzt schon mehrfach die verdammte Waschmittelpackung runtergewieselt und ergoß sich auf unseren kostbaren Marmor. Also entweder der Kies wird immer wieder weggeräumt, oder mit Inbrunst geharkt. ich bin allerdings eher dafür, das Waschmittel in dem sich neben der Maschine befindlichen Regal zu verstauen.

