Freak Show, zweiter Tag

von Jan am 4. November 2009, betrifft: LINDWURM40

leute

Bis jetzt war die Mitbewohnersuche recht erfolgreich. Was man halt, wenn man einige ausschließt, und sich bei anderen denken kann, dass sie sehr gut reinpassen würden, erfolgreich nennen kann. Heute gehts in die zweite Runde. Es sind nur noch 6 Bier da, dabei hab ich höchstmeinerselbst gestern den ganzen Kasten (!) vom Rewe (!!) bis zu uns hoch (!!!) in den dritten Stock (!!!!) getragen. Ohne Fahrstuhl (!!!!!!111elf).

Mal sehen heute kommen noch mal fünf, und wenn die ähnlich nett sind wie die gesammelte Mannschaft gestern, dann ist das Zimmer bald vergeben.

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Paketdienst

von Jan am 2. November 2009, betrifft: LINDWURM40, Netz

Ich habe in der letzten Zeit immer öfter auf Alice geschimpft. Wir haben Ende Juni dort einen DSL-Anschluss bestellt. Dass dessen Freischaltung bis 25. September gedauert hat mag eventuell auch daran liegen, dass sich der vorige Anbieter quergestellt hat, und den Anschluss nicht freigab. Dass wir allerdings bis dato immer noch keinen Anschluss haben, liegt an einem ganz anderen Laden. Und nachdem ich heute wieder mal gefühlte drölf Euro in Hotlines verbracht habe (Alice: 0,49 pro Minute; GLS: 0,95(!) pro Minute), wirds mir langsam zu blöd. Das Logbuch von Tag 139 ohne Internet und Festnetztelefon:
Ich entschließe mich, wutentbrannt nochmal in der Alice-Hotline anzurufen. Nette Telefontante. Schaut sofort nach, und sagt mir, dass das Paket mit der Hardware am 28. Oktober zugestellt wurde. An eine Person, die im ganzen Haus an keinem Türschild steht. Komischerweise war das vor drei Wochen auch schon der Fall. Im ganzen Haus wohnt niemand mit dem Namen, und auch die nächsten 100 Meter in jede Richtung die Straße runter nicht. Eine Benachrichtigungskarte habben wir ohnehin noch nie erhalten.
Wir also die ganze Prozedur von vorne durchgemacht: Zettel in den Flur (diesmal schon etwas harscher im Ton, mit angedrohter Notschlachtung), adressiert an eine ominöse Person, die eventuell unter falschem Namen unsere Pakete annimmt. Jede Wohnung einmal durchgeklingelt, ohne Ergebnis (wie beim letzten Mal auch).
Bei GLS (Vorsicht: 0,95 pro Minute) angerufen. Ich will gar nicht wissen, was das vom Handy aus kostet, außer ‘abweichend’ meine ich jetzt. Typ kann eigentlich nix machen. Als ich ihm verklickert habe, dass ich ihm doch lediglich einen Tipp gegeben hab, dass auf dieser Route irgendwas nicht stimmen kann, hat er mir versprochen, dass er mich anruft. Er versucht etwas rauszufinden, sobald die Telefone etwas ruhiger sind. Ich glaube da ja noch nicht dran.
Zwischendurch habe ich meinemm Unmut etwas Luft gemacht, indem ich Testberichte über GLS gelesen habe. Super Verein. Scheinen einfach keinen Bock auf Paketzustellungen zu haben.
Es ist mir völlig schleierhaft, wie sowas passieren kann. Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass irgendjemand hier im Haus massenweise Router annimmt, um die hinterher auf dem Schwarzmarkt zu verscherbeln. Was also tun? Ich hab langsam aucch immer weniger Lust auf Alice. Ich will zurück zu t-Online. Die sind zwar ebensolche Verbrecher, ,aber die haben eine kostenlose Kundenhotline. Unsere Hotline-Ausgaben belaufen sich mittlerweile auf knapp 50 Euro. Kann ich die irgendjemandem in Rechnung stellen?
Nun hab ich ja für das wichtigste mein Telefon, mit dem ich E-Mails checken und dergleichen  kann, aber was wäre, wenn ich selbstständig wäre und von zu Hause arbeiten würde? So einen Scheißpaketdienst hab ich echt noch nicht erlebt, und die armen Hotline-Spezis von Alice müssen  das am Telefon ausbaden … Das ist zwar nicht fair, aber wenn ich für einen guten Rant nur die Hälfte zahlen muss, nehm ich doch die. Scheiße.

Ich habe in der letzten Zeit immer öfter auf Alice geschimpft. Wir haben Ende Juni dort einen DSL-Anschluss bestellt. Dass dessen Freischaltung bis 25. September gedauert hat mag eventuell auch daran liegen, dass sich der vorige Anbieter quergestellt hat, und den Anschluss nicht freigab. Dass wir allerdings bis dato immer noch keinen Anschluss haben, liegt an einem ganz anderen Laden. Und nachdem ich heute wieder mal gefühlte drölf Euro in Hotlines verbracht habe (Alice: 0,49 pro Minute; GLS: 0,95(!) pro Minute), wirds mir langsam zu blöd.

Das Logbuch von Tag 139 ohne Internet und Festnetztelefon

Ich entschließe mich, wutentbrannt nochmal in der Alice-Hotline anzurufen. Nette Telefontante. Schaut sofort nach, und sagt mir, dass das Paket mit der Hardware am 28. Oktober zugestellt wurde. An eine Person, die im ganzen Haus an keinem Türschild steht. Komischerweise war das vor drei Wochen auch schon der Fall. Im ganzen Haus wohnt niemand mit dem Namen, und auch die nächsten 100 Meter in jede Richtung die Straße runter nicht. Eine Benachrichtigungskarte habben wir ohnehin noch nie erhalten. (weiterlesen …)

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Kurzer Linktipp

von Jan am 2. November 2009, betrifft: Netz

Nur mal kurz Georg empfehlen, der hier ein schmuckes kleines Blog mit WG-Geschichten führt. Nicht so einverstanden bin ich ja mit dem Untertitel “Das ultimative WG-Blog”, da müssen wir uns nochmal unterhalten. Unterhalten tuts fei scho. Besonders die Gerhard-Geschichten sind echt weltklasse. Einfach oben in der Leiste nach Gerhard suchen und von unten lesen.

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Auswahlverfahren

von Jan am 2. November 2009, betrifft: LINDWURM40

tuer

Einige Unklarheiten gibts ja immer, bezüglich anstehender Mitbewohnerauswahlverfahren. Deshalb wird das hier nochmal ein für allemal geklärt.

Wenn wir potenzielle Mitbewohner zum Vorbeikommen und Kennenlernen einladen, dann aufgrund der Mail, die wir bekommen. Ist klar, oder? Also mehr als zwei Zeilen sollten schon drinstehen, und die sollten möglichst nett/aussagekräftig/kreativ oder sonstwas sein. Es bringt nichts, wenn ihr in zwei Sätzen erklärt, dass ihr ein Zimmer sucht. Das haben wir nämlich schon geahnt, und allen anderen gehts genauso. Kleiner Tipp: Überrascht uns. Wenn euch selbst nichts einfällt, bittet eine Freundin oder einen Kumpel, was über euch zu schreiben.

Dann gehts weiter. Ihr bekommt also eine Mail von uns, in der wir Euch bitten, zu einem bestimmten Zeitpunkt bei uns aufzuschlagen. Glückwunsch, die erste Hürde ist geschafft. Und die Hürde war für Euch fast am schwersten, denn Mails lassen sich einfacher und mit fieseren Kommentaren aussortieren als anwesende Personen. Doch auch in dieser Phase gibt es einiges zu beachten. Wenn ihr total im WG-Such-Stress seid, können wir das prinzipiell nachvollziehen, immerhin haben wir das alle schon einmal durchgemacht. Manchmal lässt sich kein gemeinsamer Termin finden. Das ist dann schade, aber nicht zu ändern. Wie auch immer. Ihr werdet eingeladen, und habt/nehmt euch natürlich Zeit, und kommt vorbei. Das ist gar nicht so schwierig, denn meist sehen die Einladungen ungefähr so aus: “Komm einfach Mittwoch zwischen 19:30 und 21:00 Uhr vorbei”. Gar nicht so stressig, oder? Sollte jeder hinbekommen. Dann gehts folgendermaßen weiter:

Ich persönlich stelle mich an die Tür. Dort gibt es dann eine kurze Gesichtskontrolle, und ich durchsuche eure Taschen nach Keksen und Schokolade. Was ich finde wird konfisziert, und durch Fachpersonal (mich) vernichtet. Nur um eventuelle Bestechungsmaßnahmen schon vorher zu vereiteln. Versteht sich ja von selbst. Wir wollen einen fairen Wettkampf. Womit wir auch beim nächsten Punkt wären. Wir sitzen also nach einem kurzen WG-Rundgang gemütlich in der Küche, und aufgrund der Einladungsstruktur kann es vorkommen (und ist sogar von uns so gewünscht), dass mehrere Bewerber gleichzeitig anwesend sind. Das ist nicht blöd, oder gar fies, das ist so gewollt. Wir wollen ja wissen, wie man so zusammenpasst. Nicht, wie gut jemand erzählen kann, dass er ach so sozialkompatibel ist. In dem Fall entstehen gleich mehrere KO-Kriterien.

  • Wer nur dasitzt und nichts sagt ist raus.
  • Wer nicht mal die Jacke auszieht, und ungemütlich rumhampelt ist raus.
  • Wer die Krallen ausfährt, und nicht sozialverträglich mit allen Anwesenden (v.A. mit der Konkurrenz; Wir sind hier nicht bei Germany’s Next Topmodel) umgeht, ist raus.
  • Wer einen Kaffee trinkt und nicht artig Füße küsst, ist raus.

Und weil wir nicht so negativ sein wollen (schließlich heißt es ‘Mitbewohnersuche’ und nicht ‘Nichtmitbewohnerrausschmiß’), hier eine Positivliste:

  • Wer kommunikativ ist, und sich nicht anbiedert, ist nah dran,
  • Wer beim Gehen seine Tasse in die Spüle stellt, ist näher dran (Bei Vivi hats funktioniert),
  • Wer mir ein Steak brät, ist quasi schon eingezogen,
  • Wer einfach nur ganz normal ist, und am nettesten rüberkommt, der zieht tatsächlich ein.

Und das ist quasi der Kern der Sache: Ihr könnt tatsächlich den Ausgang der Geschichte kaum beeinflussen. Seid normal, und die Sache läuft. Sympathie kann man nicht lernen. Aber Schokolade … lassen wir das. Jedenfalls entscheiden wir hinterher einfach aus dem Bauch raus. Spaßbremsen und Langweiler fliegen raus, Leute, mit denen wir einen netten Plausch hatten sind eindeutig im Vorteil.

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Neues Lindwurm40™-Gewand

von Jan am 30. Oktober 2009, betrifft: LINDWURM40

gwand

Der LINDWURM40™-Blog erstrahlt seit einigen Tagen in neuem Kleidchen. Mir war so danach, deshalb. Ein wenig heller und freundlicher, ein wenig verruchter also vorher. Man muss ja mit der Zeit gehen. Und wenn sowieso Umbrüche anstehen – auch innerhalb der LINDWURM40™-WG – dann muss man eben manchmal zu solchen Maßnahmen greifen. Ich glaube, das ist dem Phänomen mit Trennungsfrauen und ihren Frisuren sehr ähnlich. Jedenfalls ist das jetzt so. Für Kritik und Anregungen hab ich extra einen Mailaccount eingerichtet, und das Passwort vergessen und weggeschmissen. Wers dennoch nicht lassen kann, richtet sein uninteressantes Geschwafel hierher:

f_ckyou@lindwurm40.net

Menschen, die mit dem Internet Explorer unterwegs sind, schauen übrigens in die Röhre. Das liegt daran, dass sich der Browser nach wie vor weigert, Standards vernünftig umzusetzen. IE-Nutzer kommen deshalb nicht in den Genuß abgerundeter Ecken. Pech gehabt. Hier, hier und hier gibt es vernünftige Browser zum Download.

Danke für die Aufmerksamkeit. Weitermachen!

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Ed Hardy

von Jan am 29. Oktober 2009, betrifft: Style

tapas

Ohne Worte.

Quelle: twitter

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Schwarzenegger codiert Briefe

von Jan am 28. Oktober 2009, betrifft: Style

Der Gouvernator hat sich seit seinem Einstieg in die Politik ja mit allerhand Papierkram rumzuschlagen. Wie das aussieht, wenn ein Gesetzesentwurf von ihm abgeschmettert wird, kann man hier eindrucksvoll sehen:

gouvernator

Dr. B. Spitzl vom Bayrischen Geheimdienst sieht in dem Dokument jedoch nichts weltbewegend Neues. “Seit Jahrhunderten werden auf diesem Weg Nachrichten verbreitet.” Das wohl bekannteste Beispiel sei ein Memo an den Vorsitzenden des Kaninchenzüchtervereins Nistermöhrendorfs im Rheinischen gewesen. Dort sind Rammlerprämierungen lange im Voraus abgesprochen worden, um über dubiose Peruanische Wettplattformen Mittel für den Ausbau des Vereinsheims zu erschleichen. “Die Tricks werden immer raffinierter”, so werden laut Spitzl teilweise “Buchstaben sogar im normalen Textfluss untergebracht, um den vertikal lesenden Geheimdienst zu verwirren. Und das geht ja nun mal gar nicht, ne?”

Das Originaldokument gibts hier.

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I bless the rains

von Jan am 28. Oktober 2009, betrifft: Was auf´s Ohr?

Nicht nur, dass Toto sowieso bei mir einen Stein im Brett haben (auch wenn ichs nicht gern zugebe), auch gute Chöre sind immer mal wieder fein. Bin da ja eh relativ affin, und Goosebumpverdächtige Mucke rührt halt schon. Aber das hier toppt alles. Auf jeden Fall das Gewitter abwarten, sen-sazz-jonell!


[RegenTube]

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Segway Laubbläser Poloturnier

von Jan am 27. Oktober 2009, betrifft: Style

… drei völlig wahllos zusammengewürfelte Begriffe. Stimmt nicht? Stimmt. Am vergangenen Wochenende ging das erste Schweizer Segway Laubbläser Poloturnier (SSLP) zu Ende. Was für eine kranke Scheiße. Mit Laubbläser auf einem Segway durch die Kante heizen und einen Ball durch die Gegend pusten. Die Idee allein ist stark Nobelpreisverdächtig. Vielleicht sogar Friedensnobelpreisverdächtig. Man stelle sich vor, Barack und Mahmut tragen ihre Verschiedenheiten mit Segways und Laubbläsern aus … Ich seh schon die Headline. “Iran hält am Laubbläserprojekt fest”. Oder so. Der Sport wird mal ganz groß.

Mehr Videos und Fotos und Zeugs gibts dann später beim leumund aufm Blog. Sowas bitte auch in München. Mal sehen …

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Ausmisten

von Jan am 27. Oktober 2009, betrifft: Netz, Style

muellrunter

“Schöner wohnen” auf twitter. Tolle Tipps, wie man sich von überflüssigem Plunder befreit. Einfach weg mit dem Zeug. Mach dich frei von Dingen, die dich belasten. Die Frage ist nicht, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. Die Frage ist: “Wieso ist das Glas doppelt so groß, wie es sein müsste?” Einfach weg damit. Aus den Augen, aus dem Sinn. Und wenn sie sich die Fingerknöchel an deinem Fenster wundgeklopft hat, kannst du immer noch die Bullen rufen. Genieß das dumpfe Pochen. Ja, auch das in deinem Schädel, wenn du die an eine Kreissäge der Vorkriegszeit erinnernden Schreie mit Gin Tonic betäubst. Schick deinen Nachbarn zum Einkaufen und leg den Hörer neben die Gabel. Besuch kommt durch die Bauschuttröhre. Für den Rückweg einfach etwas Gleitgel großzügig auf Hacken und Schulterblätter verteilen. Auch der Postbote wird den Spaß seines Lebens haben, wenn er morgens über deine schlafende Ex stolpert. Wir sehen uns dann nach der nächsten Abfuhr. Also, Müll- jetzt.

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